Faust I am 9. März 2017 um 20.00 Uhr im CAPE in Ettelbrück

„Nun sag, wie hast du‘s mit der Religion?“ fragt Margarete Faust, und weiter: „Glaubst du an Gott?“. Die Frage an jemanden gerichtet, der den Pakt mit dem Teufel eingegangen ist, ihn als seinen steten Begleiter mit sich führt, als seinen Gefährten und Gönner. Wer ist Faust? Der Wissenschaftler, der nicht mehr weiter weiß, weil er Grenzen seiner Wissenschaft gewahr wird und diese nicht anerkennen möchte. Von entsetzlichem Selbstzweifel gequält, greift Heinrich Faust zum tödlichen Gift, um am finalen Zug gehindert schließlich die Bekanntschaft Mephistos heraufzubeschwören, der ihn mit auf eine Reise nimmt, die rasanter und spannender nicht sein könnte.

Spricht man von deutscher Klassik, wird meist an allererster Stelle Faust genannt. Seit seiner Entstehung im Jahre 1808 hat dieses Werk viele Regisseure herausgefordert: Ein Stück über das menschliche Streben, der Schöpfung näher zu kommen, sie im Grunde zu überlisten, sich selbst Schöpfer zu werden, selbst die Vergänglichkeit aufzuheben, durch wissenschaftliche Formeln.

Nach „Draußen vor der Tür“ in der Spielzeit 2014/15 und „Homo Faber“ in der vergangen Saison ist es für Jean-Paul Maes auch in der aktuellen Spielzeit die Gottesfrage, mit der er sich bei der Inszenierung von Goethes Faust auseinandersetzt.

KALEIDOSKOP THEATER

SPRACHE: DEUTSCH
DAUER: 2 STUNDEN MIT PAUSE

Plein tarif 21 EUR / Tarif jeunes 10.5 EUR / Kulturpass 1.5 EUR

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